Since 06/2026 5 Episoden
Hallo und herzlich willkommen bei der Grenze des Sagbaren.
Jeden Tag können wir in großen Medien und auf Social Media-Plattformen Menschen dabei zusehen und zuhören, wie sie darüber jammern, dass sie eigentlich nichts mehr sagen dürfen. Und selbstverständlich sprechen sie das, was angeblich nicht gesagt werden kann, munter und ohne Angst vor ernsthaften Konsequenzen immer wieder aus. Nicht wenige derer, die von sich behaupten nichts mehr sagen dürfen, haben eigene Podcasts, Kolumnen oder Fernsehsendungen oder sind regelmäßig in solchen zu Gast. Und fast immer verbirgt sich hinter den angeblich tabuisierten Aussagen Rassismus, Antisemitismus, Frauen- oder Queerfeindlichkeit. Und das angebliche Sprechverbot ist tatsächlich Widerspruch und zivilgesellschaftlicher Protest gegen derartige Menschenfeindlichkeit.
Gleichzeitig werden Menschen, die versuchen, dem immer offener auftretenden rechten Zeitgeist entgegenzutreten eingeschüchtert und bedroht. Zivilgesellschaftliche Initiativen und politische Bildungsträger, aber auch Künstler*Innen, Schriftsteller*Innen und sogar Buchhandlungen geraten, ganz im Sinne rechter Demokratiefeinde, unter Generalverdacht, verlieren ihre Finanzierung, werden öffentlich an den Pranger gestellt und müssen um Räume für ihre Arbeit oder für Auftritte fürchten.
In diesem Podcast möchte ich mich kritisch mit dieser gesellschaftlichen Entwicklung beschäftigen, in der Unsägliches immer sagbarer wird, während ein konsequentes Eintreten für Demokratie und Menschenrechte sowie gegen Faschismus in all seinen Erscheinungsformen immer mehr unter Generalverdacht gerät.


Grenze des Sagbaren wird produziert von Playout Media UG.
Redaktion: Silvio Duwe


Die Grenze des Sagbaren finanziell unterstützen: ko-fi.com/grenzedessagbaren
Auch in der Musik verschieben sich Die Grenzen des Sagbaren zusehends. Und zwar zu Lasten von Menschen, die sich eine freiheitliche, emanzipatorische und demokratische Gesellschaft wünschen. Das sagt der Musikwissenschaftler Thorsten Hindrichs anlässlich der Debatte um Danger Dans Lied „Keine Angst“, das vor allem dadurch bekannt wurde, dass es in der ZDF Satiresendung Die Anstalt nicht aufgeführt werden durfte. Thorsten Hindrichs ist Musikwissenschaftler an der Universität Mainz, forscht dort zu Musik und Jugendkulturen sowie Rechtsrock. Außerdem ist er seit 2015 im Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus des Landes Rheinland-Pfalz aktiv und engagiert sich in der politischen Bildungsarbeit. Mit ihm habe ich nicht nur über das Lied und den Umgang damit gesprochen, und ihn gefragt, warum antifaschistischer Widerstand als Thema in der Musik so aufgeregt diskutiert wird.

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